leben, technik und kommunikation

Mein schönes Geld

Schalte ich mal zufällig die Glotze an (normalerweise komme ich nicht dazu), da kündigt der Moderator geschniegelt und gegelt eines öffentlich-rechtliche Senders das Programm der kommenden Tage an: Es folgt eine Sendung mit abgehalfterten Showgrößen der letzten 30 Jahre, in der der Frage nachgegangen wird, wie sich ein Elefant nun wirklich im Porzellanladen verhält.

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Dann eine weitere Ankündigung einer Art „Doku“, in der sich ein paar jüngere Deppen Kandidaten unter dem Motto „Ich kann Kanzler!“ ((Mir ist der Titel ob seiner „krass vollschwulen“ Aussagefähigkeit noch im Gedächtnis — daher immerhin ein guter Marketing-Gag.)) in der Welt der Politiker versuchen. So eine Art Simcity live.

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Ich glaube, ich krieg Pickel auf der Netzhaut. Das sind auch meine Gebühren, die ihr da raushaut! Meine Steuergelder! Wozu soll das gut sein? Ist das billige Anbiederung an den niedrigstmöglichen Zuschauer-IQ? Oder stellt man sich in den Redaktionen des deutschen Gebührenfernsehens so die Jugend und ihren eingeschränkten Perzeptionshorizont vor? Traut man dem Wesen vor der Glotze eigentlich gar nichts mehr zu? So als ob Fernsehen zu einer Art „Volksverdummungsmaschine“ verkommen ist, bei der die Möglichkeiten des Mediums nur noch der Lähmung großer Areale der Hirnrinde dient.

Ich fühle mich so alt…